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Sturms Flora von Deutschland, Band 3: Echte Gräser (Gramineae) – Tafel 17

Torfrohr, Calamagrostis neglecta Fr.
Bergrohr, Calamagrostis varia Lk.

Torfrohr, Calamagrostis neglecta Fr.
Taf. 17, Fig. 1:
a) Rispe;
b) Aehrchen in nat. Gr. und vergr.;
c) Blüte mit Deck- und Vorsp.;
d) Deck- und Vorsp.
Wurzelstock lang, kriechend. Halme aufrecht, glatt, 60 bis 100 cm hoch. Blätter flach, schmal, auf der Oberseite scharf. Rispe steif aufrecht, schmal, etwa 10 bis 14 cm lang. Aehrchen klein. Hüllsp. lanzettlich, zugespitzt. Haare etwas kürzer als die Decksp.; letztere abgestutzt, gezähnelt oder ausgerandet. Granne gerade, unter der Mitte der Spelze entspringend und die Spitze derselben kaum erreichend, ad. 7 und 8.
Vorkommen: auf moorigen Wiesen, selten: in Baden (bei Radolfszell), in Württemberg (auf dem Langenauer und Edersee-Ried, in „Norddeutschland von Holstein bis zur Niederlausitz und Schlesien, Pommern, West- und Ostpreussen und Posen stellenweise“. (Synonyme: C. stricta Spr., Arundo stricta Tim., A. neglecta Ehrh.)
Bergrohr, Calamagrostis varia Lk.
Taf. 17, Fig. 2:
a) Rispe;
b) Teil eines Blattes mit Blatthäutchen;
c) Aehrchen;
d) Deck- und Vorsp.
Rasen bildend. Wurzelstock kriechend. Halme aufrecht, 40 bis 100 cm hoch und darüber. Blätter scharf. Rispe derjenigen von Holcus mollis ähnlich, mit abstehenden Aesten, 6 bis 15 cm lang. Hüllsp. lanzettlich, zugespitzt, violett, mit gelbbräunlichem Rand oder blass, wenig länger als Deck- und Vorsp. Haare meist so lang als die Decksp., doch auch kürzer, ad. 7 und 8.
Vorkommen: in Bergwäldern und an Waldrändern, sehr zerstreut. (Synonyme: C. montana Host., Arundo montana Gaud., A. varia Schrad.)
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).

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