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Sturms Flora von Deutschland, Band 3: Echte Gräser (Gramineae) – Tafel 41

Starrer Schwingel, Festuca rigida Kunth.
Kamm-Schwingel, Festuca Myuros Ehrh.

Starrer Schwingel, Festuca rigida Kunth.
Taf. 41, Fig. 1:
a) Pflanze in nat. Gr.;
b) Blatthäutchen;
c) Aehrchen;
d) Blüte mit Deck- und Vorsp.
Lockere Rasen bildend. Halme am Grunde aufsteigend, aufrecht, steif, kahl, 10 bis 30 cm hoch. Blätter grasgrün, am Rande und auf der Oberseite scharf; Scheiden etwas flach gedrückt; Blatthäutchen länglich. Rispe 3 zeilig, einseitswendig; ihre Aeste 3-kantig. Aehrchenstiele kurz, dick. 1j. 6 und 7.
Auf trockenen, grasigen Stellen, an Wegen, in Weinbergen und auf Aeckern; sehr selten und unbeständig. Auf gutem Boden hellgrün, an dürren Stellen die ganze Pflanze violett und die Blätter eingerollt. „Nur bei Eupen und Kornelimünster, bei Aachen, Jena und Berlin“; im Elsass bei Herlisheim und Lützel. (Synonyme: Poa rigida L., Glyceria rigida Sm., Sclerochloa rigida Link.)
Kamm-Schwingel, Festuca Myuros Ehrh.
Taf. 41, Fig. 2:
a) Pflanze in 1/2 nat. Gr.,
b) Aehrchen.
Halme aufsteigend und aufrecht, 10 bis 40 cm hoch. Blätter starr, borstenförmig, bald gelb werdend; obere Blattscheiden locker und bis zur Rispe gehend. Rispe ährenförmig zusammengezogen, einseitswendig, etwas überhängend; ihre Aeste aufrecht, kurz. Aehrchen 4 bis 6blütig, kurzgestielt. Untere Hüllsp. kurz; obere Hüllsp. etwa 3 mal so lang, allmählich zugespitzt, bis zur Mitte 3-, oben 1-nervig, nicht selten mit kurzer Granne. Decksp. meist kürzer als ihre Granne. 1j. 5 und 6.
An dürren, sandigen Stellen, auf Heiden, an Abhängen etc. nicht selten.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).

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