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Sturms Flora von Deutschland, Band 3: Echte Gräser (Gramineae) – Tafel 52

Taumel-Lolch, Lolium temulentum L.
Italienisches Raygras, Lolium multiflorum Link.

Taumel-Lolch, Lolium temulentum L.
Taf. 52, Fig. 1:
a) kleines Exemplar vor der Blüte;
b) Aehre eines grösseren Exemplars mit kurzen Grannen (L. arvense With.);
c) Aehre eines grösseren Exemplars mit laugen Grannen;
d) Blatthäutchen;
e) Blüte mit Deck- und Yorsp.;
f) Stempel;
g) Narbenästchen;
h) Schüppchen;
i) Korn.
Halme steif aufrecht, 40 bis 100 cm hoch. Blätter scharf. Aeste lang und schmal. Aehrchen meist 5- bis 8blütig. Decksp. begrannt. Frucht elliptisch, tief gefurcht, gräulich-schwarzbraun. 1j. 6 und 7.
Die Var. L. arvense With. hat glatte Halme und Blattscheiden und kurze Grannen.
Als Unkraut im Getreide, namentlich im Hafer, nicht selten. Die Körner sollen wie diejenigen der folgenden Art giftig sein; die Fälle von Vergiftung durch unreines Mehl sind aber wohl richtiger auf die Beimengung von Mutterkorn zurückzuführen. Die Blüten sind homogam; Fremd- und Selbstbestäubung sind in gleicher Weise möglich.
Italienisches Raygras, Lolium multiflorum Link.
Taf. 52, Fig. 2:
a) Aehre, verkleinert;
b) Blatthäutchen.
Halme aufsteigend, 30 bis 90 cm hoch. Blätter hellgrün, in der Knospe gerollt. Aehrenspindel 4 kantig. Aehrchen während der Blüte fast wagrecht abstehend, meist 10- bis 20blütig, im Reifezustand sehr zerbrechlich. Decksp. wehrlos oder begrannt. ad. und 1j. 6 und 7.
Auf Wiesen und Grasplätzen als Futtergras angesät und oft verwildert. (Synonyme: Lolium italicum A. B.)
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).

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