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Sturms Flora von Deutschland, Band 4: Ampfer – Tafel 55

Echter Mönchsrhabarber, Rumex hybridus patientia

Echter Mönchsrhabarber, Rumex hybridus patientia
Taf. 55:
a) Fruchtstand, verkl.;
b) Blatt, verkl.;
c) Früchte in nat. Gr.;
d) desgl., vergr.
Zuweilen dem R. domesticus, anderemale dem R. crispus zum Verwechseln ähnlich. 1 bis 2 m hoch. Untere Blätter meist länglich mit abgerundetem Grunde; Stiel mit flacher Oberseite. Blütenstaub aus ungleichen Körnern gemischt. Innere Blumenblätter an der Frucht von etwa 7 mm Durchmesser, herzförmig, ganzrandig oder am Grunde gezähnelt, meist eins mit deutlicher Schwiele, zwei schwielenlos. ad, 7-8. (Synonyme: Englischer Spinat; mutmasslich R. alpinus + crispus.)
Gartenpflanze. Soll von den Simonswalder Mönchen auf dem Schwarzwald entdeckt und von da in Klostergärten als Rhabarbersurrogat verbreitet sein, wurde nach der Reformation allgemeiner bekannt. Kam dann aus der Mode, bis er im 19. Jahrhundert als „Englischer Spinat“ aufs neue verbreitet wurde. Wildwachsend auf steinigem Oedland selten, länger beständig nur an wenigen Orten des Rheingebiets.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).

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