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Sturms Flora von Deutschland, Band 4: Ampfer – Tafel 64

Echter Buchweizen, Polygonum fagopyrum

Echter Buchweizen, Polygonum fagopyrum
Taf. 64:
a) Pflanze, verkl.:
b, c) Blüten in nat. Gr. und vergr.;
d) Fruchtknoten mit Honigsaftdrüsen, vergr.;
e) Staubgefäss in nat. Gr. und vergr.;
f) Frucht in der Hülle in nat. Gr.;
g) Frucht, vergr.;
h) desgl. im Durchschnitt.
8 bis 60 cm hoch, meist rotstengelig. Blütenstände meist ebenstraussförmig gehäuft. Blumen weiss oder rötlich. Früchte mit scharfen und geradlinigen Kanten. 6-9. (Synonyme: Fagopyrum esculentum; Heidel, Heidenkorn, Taterkorn, Bulzweizen, Hänisch).
Getreide aus Nordostasien; zuweilen vorübergehend verwildert oder verschleppt, auch auf Waldblössen angesät.
Der Buchweizen ist in Deutschland nicht vor dem 14. Jahrhundert nachgewiesen, mutmasslich im 13. Jahrhundert von den Tataren aus Asien nach Osteuropa gebracht.
Buchweizenfelder gibt es in Deutschland ungefähr 150.000 ha, der feldmässige Anbau nimmt stark ab. Dagegen nimmt die Aussaat in den Forsten zu. Am bedeutendsten ist die Buchweizenkultur in den hannoverschen und schleswig-holsteinischen Heidegebieten, wo dieses Getreide 5 bis 8% des Ackerlandes einnimmt. Dagegen ist in Thüringen, Ober- und Rheinhessen, Oberpfalz, Ober- und Mittelfranken, Schwaben, Württemberg und dem südlichen Baden diese Kultur fast unbekannt. Die ältesten bekannten Anbaugebiete waren indessen Nürnberg und das westliche Mecklenburg.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).

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