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Sturms Flora von Deutschland, Band 4: Kätzchenträger – Tafel 23

Silber-Weide, Salix alba

Silber-Weide, Salix alba
Taf. 23:
a) Männl. Zweigin nat. Gr.;
b) Blüten, vergr.;
c) weibl. Zweig in nat. Gr.;
d) Blüten, vergr.;
e und f) Blatt, verkl., ein Teil des Bandes in nat. Gr.;
g) Fruchtstand in nat. Gr.
Bei ungestörtem Wachstum baumartig, 10 bis 25 m hoch. Zweige biegsam, in der Jugend behaart, ihre Rinde braun bis gelb. Blätter länglich lanzettlich bis lanzettlich, am Grunde meist keilförmig verschmälert, vorn spitz oder zugespitzt, an den Rändern flach drüsig gesägt, anfangs beiderseits dicht seidenhaarig und weiss, später zerstreut anliegend behaart, oberseits mattgrün, unterseits blaugrün. Blattgrund meist drüsenlos. Blätter der Blütenzweige meist ganzrandig. Männliche Blüten mit 2 Drüsen. Zwei Staubgefässe, Staubfäden am Grunde behaart. Weibliche Blüten meist nur mit einer hinteren Drüse. Fruchtknoten sitzend oder kurz gestielt. Griffel meist ganz oder grösstenteils verwachsen, Narben zweilappig. 4-6.
An Ufern, Wegen und in Wäldern; häufig in Süd- und Mitteldeutschland, in den Alpen bis über 800 m, nicht selten in Norddeutschland. Diese Art ist anscheinend unsere älteste Bandweide, deren Kultur im Südwesten bis ins Altertum hinaufreicht.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).

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