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Sturms Flora von Deutschland, Band 4: Kätzchenträger – Tafel 32

Hasel, Haselnuss, Corylus avellana

Hasel, Corylus avellana
Taf. 32:
a) Blütenzweig, verkl.;
b) männl. Blütengruppe, vergr.,
c) weibl. Blütenzweig, vergr.;
d) Blütengruppe, vergr.;
e) Fruchtzweig, verkl.;
f) Frucht ohne die Hülle, verkl.
1,5 bis 5 m hoch. Junge Zweige und Blattstiele kurzhaarig und mit langen Drüsen. Blätter aus herzförmigem Grunde rundlich bis verkehrteiförmig, mit mehr oder weniger abgesetzter Spitze, unregelmässig doppelt gesägt bis gelappt, selten eingeschnitten, beiderseits mit Haaren. Fruchthülle meist deutlich zweispaltig, oben tief gezähnt und soweit offen, dass die Frucht sichtbar ist. Samenhaut weisslich. 2-3, ausnahmsweise schon 1 oder noch 4. Strauchig. Kommt in Kulturen auch mit bunten und mit rotbraunen Blättern vor.
In Wäldern und Gesträuchen nicht selten, in den Alpen bis 1420 m. Auch viel kultiviert.
Rassen sind noch nicht genügend unterschieden. Am häufigsten sind Formen mit im grössten Längsschnitt rundlichen, seitlich etwas abgeflachten Früchten und zerstreuten Drüsen am Grunde der Hülle. Seltener sind langfrüchtige Formen. Von den Schwarzwaldvorhügeln ist eine Form mit kugeligen, frühreifen Früchten und am Grunde reichdrüsiger Hülle (Augustnuss, Corylus glandulosa, C. av. sphaerocarpa beschrieben.
Die Früchte werden in den Auwäldern bei Ueberschwemmungen verbreitet, auch Vögel und Menschen verlieren die eingesammelten nicht selten. Eichelhäher und Mandelkrähe sollen gelegentlich ganze Nüsse schlucken und heil wieder hergeben.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).

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