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Sturms Flora von Deutschland, Band 5: Haufenfrüchtige – Tafel 44

Leberblümchen, Anemone hepatica


Leberblümchen, Anemone hepatica
Tafel 44:
a) Pflanze, verkl.;
b) Blatt, verkl.;
c) Hüllblätter in >at. Gr.;
d) Kelchblatt in nat. Gr.;
e) Staubgefässe und Fruchtknoten in nat. Gr.;
f) Staubgefäss, vergr.;
g) Fruchtknoten, vergr.;
h) Borstenkranz, wie er die Fruchtknoten umgiebt, vergr.;
i) Frucht mit vierblättriger (abnormer) Hülle in nat. Gr.;
k) Früchtchen in nat. Gr. und vergr.
Stengel aus den Achseln unterirdischer Niederblätter vor den Laubblättern erscheinend. Laubblätter dreilappig, zuweilen einzelne fünf- oder siebenlappig oder ganz; an alten Stöcken können solche ungewöhnlichen Blätter in Ueberzahl erscheinen, Auch gefleckte Blätter kommen vor. Blumen himmelblau, selten weiss oder rot. An Kulturformen sind diese Farbenvariationen häufiger, auch gefüllte Blumen nicht selten; bei letzteren wird auch die Zahl der Hüllblätter vermehrt. Uebergangsform zwischen Zeit- und Dauerstaude, je nachdem im Herbste alle Blätter eingehen, und die Endknospe unter der Erde steckt, oder einzelne Blätter bis zum Frühjahr bleiben, und die Endknospe aus dem Boden ragt. 3-6. (Synonyme: Hepatica triloba und nobilis; blaue Osterblume, Oesterchen.)
In Laub- und gemischten Wäldern und unter Gesträuch: nicht selten im Osten und Süden, in den Alpen bis 1550 m, nordwestwärts bis Metz – Bingen – Hamm – Hannover – Bremervörde. Häufig in Gärten. Als Heilmittel (Hepatica, Trifolium aureum) veraltet, ist aber ein Hauptbestandteil des viel angepriesenen Warners safe cure.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).

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