Stichworte: Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Tannenwedel
Tafel 425. Hippuris vulgaris L. (gemeiner Tannenwedel) A blühende Pflanze. 1 Blüte; 2 desgl. halbiert; 3 desgl. ohne Staubblatt; 4 Staubblatt; 5 Frucht; 6 dieselbe im Längsschnitte: 7 Blütengrundriss. 1 bis 7 vergrössert.

Einfaches, selten verzweigtes Sumpfkraut. Wurzelstock langgegliedert und verzweigt, Stengel ziemlich dick, Blätter zu 4 bis 12 in gedrängtstehenden Wirtein, linealisch, ganzrandig; in der Jugend aufwärts gerichtet, später abstehend bis hängend. Blüten klein, grünlich, in den Blattachseln. Der Kelch ist durch einen schmalen, ganzrandigen, mitunter schwach-zweilappigen oder gezähnelten Saum am oberen Ende des Fruchtknotens angedeutet. Eine Blumenkrone fehlt. Das eine Staubblatt umfasst mit seinen beiden Hälften den fadenförmigen Griffel. Der einfächerige Fruchtknoten bildet sich zur einsamigen Steinfrucht aus. Der Same liegt in der Achse des fleischigen, reichlichen Eiweisses. Blütezeit Juni bis August. Der Blütenstaub gelangt unmittelbar auf die Narbe. Höhe 30 bis 50 cm. An und in langsam fliessenden Gewässern; gesellig; zerstreut; im südlichen Teile des Gebietes häufiger.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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