Stichworte: Eukaryoten, Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Tinnäa
Tafel 551. Linnaea borealis L. (Moosglöckchen, Erdglöckchen) A Teil der blühenden Pflanze. 1 Blütenlängsschnitt; 2 Fruchtknotenquerschnitt; 3 junge Frucht mit ihren Deckblättern; 4 Frucht; 5 und 6 dieselbe im (juer- und Längsschnitte, links die unfruchtbaren (dunkel gefärbten) Fächer zeigend. 1 bis 6 vergrössert.

Immergrüner, 40 bis 125 cm langer, kriechender Strauch mit 8 bis 10 cm hohen, aufsteigenden, drüsig-rauhhaarigen Zweigen. Blätter gegenständig, kurzgestielt, rundlich-eiförmig, lederig. Blüten zu je zweien, endständig, langgestielt, nickend, schwach vanilleduftend. Kelchsaum oberständig, mit 5 lineal-lanzettlichen, abfallenden Zipfeln. Krone unregelmässig-glockig, fast zweilippig, weiss, innen dunkler geädert oder gefleckt, oder hellrosa. Staubblätter 4, dem Grunde des Blumenkronenrohres eingefügt, die beiden oberen länger. Fruchtknoten dreifächerig; ein Fach mit einer fruchtbaren Samenanlage, zwei Fächer mit je zwei unfruchtbaren Anlagen. Griffel fädlich; Narbe köpfförmig. Frucht schliessfruchtartig, einsamig. Blütezeit Mai bis Juli. In moosigen Heidewäldern; zerstreut.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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