Stichworte: Eukaryoten, Flora, Historie, Thomé aus Bewie's Mikrowelt

Wachtelweizen
Tafel 536. Melampyrum pratense L. (Wiesen-Wachtelweizen) A blühende Pflanze. 1 Blüte; 2 Blütenlängsschnitt, unter dem Fruchtknoten das Nektarium; 3 ein Staubblattpaar mit aneinandergeschmiegten Staubbeuteln von der Innen- und von der Aussenseite; 4 Frucht im Kelche; 5 und 6 Samen; 7 desgl. der Länge nach durchschnitten. 1 bis 5 und 7 vergrössert.

Halbparasitisches, einjähriges Kraut mit kreuzweise-gegenständigen, lineal-lanzettlichen Blättern. Kelch viel kürzer, höchstens bis etwa halb so lang wie die Blumenkrone; kahl, höchstens etwas rauh, dessen Zähne lanzettlich, pfriemlich-zugespitzt, untere oft an die Blumenkrone angedrückt die beiden oberen zurückgebogen. Blumenkrone blassgelb oder weisslich, selten rotgefleckt; auf den Voralpen citrongelb mit goldgelbem Gaumen und dunkelgelben Lippen. Deckblätter mit lanzettlichen oder pfriemlichen Zähnen, selten alle ganzrandig. Blütezeit Juni bis August. Höhe 15 bis 30 cm. In Waldwiesen und Hainen; schmarotzt hauptsächlich auf Fichten; verbreitet.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

Kommentar schreiben

Kommentar