Stichworte: Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Wassernuss
Tafel 423. Trapa natans L. (schwimmende Wassernuss) A blühende Pflanze. Längsschnitt durch die Blüte nach Entfernung der Blumenkrone; 2 Staubblätter; 3 Griffel und Narbe; 4 Nuss; 5 dieselbe im Längsschnitte. 1 bis 3 vergrössert.

Wasserpflanze. Der lange, zarte Stengel trägt an seinem Ende eine schwimmende Rosette rautenförmiger bis dreiseitiger Blätter. Diese sind an den oberen Seiten gezähnt-gesägt, an den unteren ganzrandig; ihre langen Stiele sind zur Blütezeit etwa oberhalb ihrer Mitte bauchig-erweitert. Unter dem Wasser entwickeln sich aus den Stengelknoten gegenständige, hinfällige, linealische Blätter und an deren Grund 2 oder mehr haarförmiggefiederte, früher fälschlich für Blätter gehaltene Wurzeln, sowie ausserdem noch zahlreiche, einfache, fadenförmige Wurzeln. Kelch mit vierteiligem Saume. Kronenblätter 4, klein, weiss, nebst den mit ihnen abwechselnden 4 Staubblättern dem Rande eines fleischigen, ringförmigen Diskus eingefügt. Fruchtknoten zweifächerig, mit 2 Samenanlagen; zur Blütezeit etwa zu zwei Drittel oberständig. Frucht eine vom bleibenden Diskus gekrönte und durch die zu Dornen umgewandelten Kelchzipfel bewehrte, schwarze Nuss mit einem essbaren Samen. Blütezeit Juni, Juli. In stehenden und langsam fliessenden Wassern zerstreut.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage


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