Stichworte: Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Weinstock
Tafel 404. Vitis vinifera L. (Weinrebe) A Blüten-, B Fruchtzweig. 1 Blütenknospe; 2 Blüte mit mützenförmig-abfallender Blumenkrone; 3 Blütenlängsschnitt; 4 Blüte nach Wegnahme der Blumenkrone; zwischen den Staubblättern die drüsigen Lappen des Diskus; 5 Staubblatt; 6 Fruchtknotenlängsschnitt; 7 Same; 8 desgl. im Längsschnitte; 1 bis 8 vergrössert.

5 bis 10 und mehr Meter hohe, durch Ranken klimmende, seit den ältesten Zeiten von Westasien aus über Europa in zahlreichen Formen, die wahrscheinlich durch Kreuzung mehrerer Stammarten entstanden sind, verbreitete Kulturpflanze. Ältere Stämme und Zweige bedecken sich mit einer faserig- zerreissenden. abblätternden Borke. Blätter lang-gestielt, im Umrisse rundlich-herzförmig; ganz oder buchtig-handförmig, drei- bis fünflappig »oder drei- bis fünfteilig seltener fingerschnittig oder mehrfach fiederschnittig: grob-gesägt: Unterseite kahl bis dicht-filzig-behaart. Nebenblätter eiförmig, hinfällig. Blüten klein, grünlich, in aufrechten Rispen; zwitterig, oder durch Fehlschlagen vielehig; gynodiöcisch und androdiöcisch; homogam, herrlich duftend. Kelch schwach-fünfzähnig. Blumenkrone mützenförmig. Blütezeit Juni, Juli. Frucht eine ein- bis zweisteinige, seltener steinlose, längliche, eiförmige oder kugelige, grüne, gelblich-rote, blaue bis fast schwarze, saftige oder fleischige, süsse, oder aromatisch-süsse Beere, welche den Wein, offizinell Vinum, die Rosinen und die Korinthen liefert.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

Kommentar schreiben

Kommentar