Stichworte: Eukaryoten, Flora, Historie, Thomé, aus Bewie's Mikrowelt

Zaunrübe
Tafel 557. Bryonia alba L. (schwarzbeerige Zaunrübe) A Blütenzweig. 1 Knospe einer männlichen Blüte; 2 männliche Blüte; 3 Längsschnitt durch eine solche; 4 und 5 je zwei paarweise miteinander verwachsene Staubblätter; 6 das freie Staubblatt von verschiedenen Seiten gesehen; 7 weibliche Blüte; 8 desgl. im Längsschnitte; 9 Früchte; 10 Querschnitte durch die Frucht; 11 Same; 12 desgl. von der Seite gesehen; 13 und 14 desgl. im Quer- und Längsschnitte. 1 bis 9 und 11 bis 14 vergrössert.

Stengel ästig, von spitzen Knötchen und kurzen Borsten rauh, wie die ganze Pflanze, 2,5 bis 3 m lang; mit Wickelranken kletternd. Blätter mit herzförmigem Grunde, fünflappig, mit ungleich-eckig-gezähnten oder ausgebuchteten, eiförmigen oder länglichen Lappen. Zuerst treten männliche, danach weibliche Blütenstände auf; die männlichen Blüten sind etwa doppelt so gross wie die weiblichen. Kelch bis auf seine 5 freien Zipfel mit dem Grunde der fünfteiligen Blumenkrone in einen glockenförmigen Becher verwachsen. Staubblätter 5; dreibrüderig: zwei Paare miteinander verwachsen, das fünfte frei. Blüten einhäusig. Narben kahl. Blumenkrone gelblich-weiss mit grünen Adern. Beeren schwarz kugelig, saftig, dünnhäutig, mit 3 meist zweisamigen Fächern. Blütezeit Juni, Juli. An Hecken und Zäunen, in Gebüschen; zerstreut; am häufigsten im östlichen Teile des Gebietes. Stark giftig.


Bilder und Texte (z.T leicht modifiziert) aus: Thome, Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz, 2. Auflage

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