Bewie 's Mikrowelt Ein neuer Schwalbenschwanz ensteht
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Vor einiger Zeit haben wir vor allem an unserem Dill, aber auch am Fenchel einige papageienbunte und einige kleinere stachelige Raupen entdeckt. Es handelt sich um die Raupen des Schwalbenschwanzes.

Junge Raupe eines Schwalbenschwanzes. Sie ist noch nicht so papageienbunt wie die älteren Raupen und hat noch kleine Warzen mit stachelartigen Fortsätzen.

 

Schwalbenschwanzraupe, schon etwas älter.

Die ersten sind verschwunden, vermutlich hungrigen Amseln zum Opfer gefallen. Damit dies nicht mehr passiert, habe ich einen engmaschigen Drahtkäfig um das Dillbeet mit den verbliebenen Raupen aufgebaut und die Tierchen kurz vor der Verpuppung in einen Raupenkasten gesetzt. Darin haben sie dann noch einige Dillstängel in der Vase abgeknabbert und sich dann ein stilles Plätzchen zum Verpuppen gesucht. Dort kleben sie sich mit dem Hinterteil an und spinnen sie eine Seidenschleife, in die sie sich mit dem Vorderteil einhängen – daher die Bezeichnung „Gürtelpuppe“.  Nach einiger Zeit streifen sie die bunte Haut ab und die Puppe kommt zum Vorschein.

Raupe bei der Verpuppung. Noch trägt sie ihre Raupenhaut.

 

Die fertige Puppe hängt an einer selbstgesponnenen Seidenschleife. Diesen Puppentyp nennt man daher auch Gürtelpuppe.

Jetzt sind zwei Schwalbenschwänze ausgeschlüpft – die letzte Faltergeneration in diesem Jahr. Nach dem Ausschlüpfen sind die Flügel noch ziemlich zusammengefaltet. Der Schmetterling pumpt dann Hämolymphe aus seinem Körper in die Flügeladern, so dass sich die Flügel entfalten. Das dauert etwa eine Viertelstunde, in der die Flügel imm größer und glatter werden. Danach wartet er nochmals etwa 10 Minuten, bis die Flügeladern ausgehärtet und zu einer stabilen Flügelstützstruktur geworden sind. Dann gehts ab ins flatterhafte Falterleben.

Bei diesem Schwalbenschwanz sind die Flügel noch etwas zerknautscht
Schwalbenschwanz mit fast fertig expandierten Flügeln

 

Bereit zum Abflug: Fertiger Schwalbenschwanz.

Auch diese Falter werden natürlich wieder Eier legen, aus denen sich dann Raupen entwickeln und verpuppen. Diese Puppen überwintern, aus ihnen schlüpft im Frühjahr die erste Schwalbenschwanz-Generation des nächsten Jahres. Ich hoffe, dass ich in den nächsten Wochen wieder einige Raupen finde und sie ein wenig schützen kann. Der Dill ist zwar schon ziemlich am Ende und zum Teil schon verdorrt, aber der Fenchel steht noch schön grün da – vielleicht werden die Schwalbenschwänze daran ein paar Eier ablegen.

 


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Eine bezaubernde Geschichte – in Wort und Bild
Danke