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Scepter Karls des XII aus Sturms Flora von Deutschland, Band 10: Röhrenblütler – Tafel 55
Scepter Karls XII., Pedicularis sceptrum2).
Tafel 55 :
a) Pflanze, verkl.:
b) Kelch in nat. Gr.
25 bis 100 cm hoch. Grundblätter fast doppelt fiederspaltig. Stengelblätter Wechsel-, gegen- oder quirlständig, fiederspaltig. Blütendeckblätter eiförmig, gekerbt. Kelche fünfzählig mit ziemlich gleichen, gekerbten Abschnitten. Blumenkronen gelb, die Unterlippe rot gesäumt, aufgerichtet und den Schlund der Blume verdeckend, die Oberlippe stumpf. Früchte länger als der Kelch, kugelähnlich, gleichseitig. Samen mit wabenähnlich-grubigem Flügelrand. 6-8. (Synonyme: P. sceptrum Carolinum.)
Auf Mooren und in Sümpfen ; sehr zerstreut im Vorlande der Alpen, an der Loisach bis Oberau hinauf, landabwärts bis Riedlingen (Feder- See)-Dillingen – Augsburg – Freising, ausserdem bei Nördlingen (Nonnenholz im Ries), ferner bei Deggendorf und im Bayerischen Wald, dann wieder in Ost- und Westpreusen, selten in Pommern, Mecklenburg und Posen. Bis zur Mitte des 19. Jahrh. auch noch im Kreise Konstanz (Binninger-See); wird überhaupt durch Entwässerung seiner Standorte immer seltener.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).

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