Weiße Hirschwurz aus Sturms Flora von Deutschland, Band 12: Schirmblumige – Tafel 32
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Weisse Hirschwurz, Laserpicium latifolium oder Daucus latifolius
Tafel 32:
a) Stengelgrund, verkl.;
b) Blatt verkl.;
c) Blütenstand, verkl,;
d) Fruchtstandszweig, verkl.;
e, f) Blüten, vergr.;
g) Frucht in nat. Gr.;
h) Querschnitte durch Fruchthälften, vergr.
60 bis 150 cm hoch, am Grunde mit einem Faserschopf, kahl. Untere Blätter lang gestielt, im Umrisse dreieckig, am Grunde doppelt, vorn einfach gefiedert mit gestielten, herzeiförmigen, oft schiefen, meist gesägten, seltener fast ganzrandigen Blättchen, welche zuweilen fast 10 cm Breite erreichen, meist aber nur etwa 3 bis 5 cm messen. Blätter meist glatt, seltener Stiele und Unterseite rauh. Blütenstandshüllblätter der ersten Ordnung linealisch, die der zweiten Ordnung borstenförmig, oft wenig zahlreich. Blütenstiele an der Innenseite rauh. Blumen weiss. Früchte kahl, Flügel kraus, ad. 6-9. (Synonyme: Laserpicium glabrum und asperum; Weisser Enzian.)
In Wäldern und Gesträuchen, auf steinigem Heideland; nicht selten in den Alpen bis über 1700 m und im süddeutschen Juragebiet, zerstreut zwischen Alpen und Jura, sehr zerstreut im württembergischen Unterland, dem Steigerwald und den Hassbergen, selten auf dem Schwarzwald, zerstreut in den Vogesen und den pfälzisch-lothringischen Gebirgen bis zum Nahetal, in der Eifel, im hessischen Odenwald, sehr zerstreut durch das mittlere Mitteldeutschland bis Hildesheim (Finkenberg)-Braunschweig-Neuhaldensleben nordwärts, früher bei Leipzig (Bienitz) und in der Niederlausitz gemeldet, selten in Brandenburg (Neuruppin), sehr zerstreut in Schlesien, Posen, Hinterpommern, West- und Ostpreussen. Als Heilkraut (Gentiana und Cervaria alba) im Volke stellenweise noch geschätzt.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).

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