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Schneeball aus Sturms Flora von Deutschland, Band 12: Schirmblumige – Tafel 43
Schneeball, Viburnum opulus
Tafel 43:
a) Blütenzweig, verkl.;
b) Blattstiel in nat. Gr.;
c) Blütenstandszweig in nat. Gr.;
d, e) Blüten, vergr.;
f) Fruchtknoten, vergr.;
g) abnormes Staubgefäss, vergr.;
h) Frucht in nat. Gr.;
i) desgl. durchschnitten;
k) Fruchtknoten in nat. Gr.
1 bis 5 m hoch. Zweige kahl. Nebenblätter klein, linealisch. Blattstiele mit Honigsaftdrüsen. Blätter im Umrisse rundlich, hinten abgerundet, vorn dreilappig und grob gesägt oder gezähnt, oberseits kahl, unterseits weichhaarig, grün. Blütenstände mit ansehnlichen tauben Randblüten, die übrigen Blüten sind unansehnlich. Ausnahmsweise sind alle Blüten gross und taub. Blumen weiss, selten rot. Früchte saftig, rot, der Stein flach, ohne deutliche Rippen. 4-6. (Synonyme: Schwalbenbaum, Schwalbenbeerbaum, Schwelgen, Schwilchen u. s. w., Schlinge, Gänseflieder, Wasserholder.)
In Wäldern und Gesträuchen auf trocknem und nassem Boden nicht selten, in den Alpen bis 1000 m. Die Früchte bleiben oft bis zum Frühjahr. Die Form mit lauter grossen weissen tauben Blumen in kugelförmigem Stande (echter Schneeball) wird als Zierstrauch viel gezogen, kommt wild kaum vor. Vom 16. bis 18. Jahrhundert war eine ähnliche rotblumige Form beliebter (Viburnum roseum Linné). Die gewöhnliche Form wird genauer als Wilder Schneeball bezeichnet.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).

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