Stichworte: Flora, Historie, Lauche aus Bewie's Mikrowelt

Bachelier’s Butterbirne
Bachelier’s Butterbirn
Heimath und Vorkommen: sie wurde von dem Gärtner Bachelier in Capelle-Bruck in der Normandie aus Samen gezogen. Der Baum brachte etwa 1845 seine ersten Früchte.  Auf meine Empfehlung wurde sie in der 7. Versammlung deutscher Pomologen zu Trier im Jahre 1874 unter die 50 anzupflanzenden Sorten aufgenommen.
Literatur und Synonyme:
1. Beurré Bachelier (Bivort, Annales de Pomologie belge et étrangère, 1860, III. S. 33).
2. Bachelier (Decaisne, le Jardin fruitier du Museum, III. 1861).
3. Beurré Bachaelier (André Leroy, Dictionnaire de Pomologie No. 165).
4. Bachelier’s Butterbirn (Jahn, Illustrirtes Handbuch der Obstkunde No. 401).

Gestalt: grosse, etwa 80 mm breite, 90 mm hohe,
stumpfkegelförmige, um den Kelch bauchig abgerundete, nach dem Stiele birnförmig verjüngte, etwas veränderliche Frucht.
Kelch: offen oder halbgeschlossen; Blättchen klein, hart, braun, aufrecht; Kelcheinsenkung flach, eng, mit schwachen Falten umgeben, die mitunter über den Rand hinausgehen und sich über die Frucht ausbreiten.
Stiel: stark, ziemlich lang, braun, gewöhnlich in einer flachen Vertiefung stehend, oft aber auch durch einen Fleischwulst zur Seite gedrückt.
Schale: glatt, dünn, hellgrasgrün, später grünlich-citronen-gelb, gewöhnlich ohne alle Röthe, selten auf der Sonnenseite schwach röthlich geflammt; Punkte zahlreich, fein, bräunlich, oft in Rost übergehend und unregelmässige Rostfiguren bildend.
Fleisch: weiss, unter der Schale grünlich, sehr fein, saftreich, schmelzend, angenehm weinsäuerlich, von erfrischendem, gewürzhaftem Geschmacke.
Kernhaus: hohlachsig; Fächer klein, eirunde kurz zugespitzte, schwarzbraune Samen enthaltend, von schwachen Granulationen umgeben.
Reife und Nutzung: eine vorzügliche Tafelfrucht, die Ende October reift und sich gegen 4 Wochen hält.
Eigenschaften des Baumes: er wächst kräftig, ist sehr tragbar, verlangt aber guten, fruchtbaren Boden und eine warme, geschützte Lage. Auf Quitte wächst er zu schwach; er muss daher für Zwergstämme auf schwachtreibende Wildlinge veredelt werden. Sommerzweige kräftig, grünlichbraun, schwach wollig, zahlreich punktirt; Fruchtaugen ziemlich gross, zugespitzt kegelförmig, schwarzbraun; Holzaugen spitz-oval, abstehend; Blätter mittelgross, oval, kurz zugespitzt, oft auch eilanzettlich, glänzend, scharfund unregelmässig gezähnt; Blattstiele kurz, stark.

Aus Lauche: Deutsche Pomologie, Verlag von Paul Parey, 1883.

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