Bewie 's Mikrowelt Dotter und Pfriemenkresse aus Sturms Flora von Deutschland, Band 6: Mohnartige – Tafel 30
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Dotter, Crucifera camelina
Pfriemenkresse, Crucifera subularia

Dotter, Crucifera camelina
Tafel 30, Fig. 1:
a) Pflanze, verkl.;
b) Blüte in nat. Gr.;
c) Kelch in nat. Gr. und vergr.;
d) Kronblatt, vergr.;
e) Staubgefässe, Fruchtknoten und Honigdrüsen, vergr.;
f) Fruchtknoten und Honigdrüsen in nat. Gr. und vergr.;
g) Früchte in nat. Gr.;
h) aufspringende Frucht in nat. Gr.;
i) geöffnete Frucht, vergr.;
k) Same in nat. Gr. und vergr.
10 bis 80 cm hoch. Blätter ganzrandig oder schwach gezähnelt. Kronblätter etwa 5 mm lang. Fruchtstielchen abstehend oder fast aufrecht-abstehend. Früchte oben abgerundet, ihre Klappen früh hart werdend. 1j. 5-7. (Synonyme: Camelina microcarpa Ascherson-Graebner; C. sativa Koch, Kirschleger, Garcke; C. silvestris Prantl.)
Zerfällt in zwei Rassen:
a) Wilder Dotter, Crucifera camelina microcarpa1). Rauhhaarig. Blumen hellgelb. Früchte 5 bis 7 mm lang mit 2 bis 3 mm langem Griffel. (Camelina sativa silvestris Kirschleger.) Auf Aeckern, an Wegen und auf Oedland, in Gesträuchen und lichten, dürren Wäldern nicht selten.
b) Echter Dotter, Crucifera camelina sativa. Zerstreut rauhhaarig. Blumen dottergelb. Früchte etwa 9 mm lang mit 3 mm langem Griffel. (Camelina sativa Kirschleger, C. microcarpa glabrata Ascherson- Graebner; Rillsaat, Butterraps, auch „Leindotter“.) Veraltete Oelfrucht, jetzt nur noch selten (am meisten noch in Oberfranken, Posen und Schlesien) gebaut; zerstreut auf Aeckern, an Ufern und Wegen.
Zwischen beiden Rassen kommen Uebergänge vor.
Pfriemenkresse, Crucifera subularia
Tafel 30, Fig; 2:
a) Pflanze in nat. Gr.;
b) Blüte, vergr.;
c) Kelch, vergr.;
d) Staubgefässe und Fruchtknoten , vergr.;
e) Fruchtknoten, vergr.;
f) Früchte in nat. Gr. und vergr.;
g) aufgesprungene Frucht, vergr.;
h) Fruchtscheidewand, vergr.;
i) Samen in nat. Gr. und vergr.
1 bis 8 cm hoch, kahl, Blätter grasähnlich. Blütenstände armblütig, locker. Blumen klein, weiss. Früchte kurz, ihre Klappen gewölbt, einnervig. Griffel unentwickelt. Keimlinge rückenwurzelig mit geknickten Keimblättern. 1j. 6-8. (Synonyme: Subularia aquatica.) – Unter Wasser erfolgt die Befruchtung, ohne dass die Blüten sich öffnen. Die unscheinbare Pflanze verrät sich am Ufer durch die über die Erdoberfläche tretenden weissen Wurzelfasern.
An Ufern stehender Gewässer selten: Dechsendorf bei Erlangen, an mehreren Stellen bei Crispendorf und Plotten in Reuss ä. L., Insel Amrum, Röddinggaard bei Hadersleben, früher auch bei Vorsfelde in Braunschweig.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde.

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