Gewöhnliche Johannisbeere aus Sturms Flora von Deutschland, Band 7: Steinbreche – Tafel 50
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Gewöhnliche Johannisbeere, Ribes rubrum

Gewöhnliche Johannisbeere, Ribes rubrum
Tafel 50:
a) Blütenzweig, verkl.;
b) Blütenstand in nat. Gr.;
c) Griffel in nat. Gr. und vergr.;
d) Staubgefäss in nat. Gr. und vergr.;
e) Fruchtstand in nat. Gr.;
f) durchschnittene Frucht in nat. Gr.;
g) Same in nat. Gr. und vergr.
0,5 bis 2 m hoch. Blätter drei- bis fünfspaltig mit gekerbten Lappen, unterseits zuerst in der Regel filzig, später nicht selten kahl. Blütenstände anfangs nicht selten aufrecht, zuletzt immer nickend oder hängend. Blütenstiele zwei- bis dreimal so lang wie ihr Deckblatt. Blumen zwitterig, gelbgrün, seltener rötlich. Blütenachse glockenförmig, an Kulturformen meist flach beckenförmig und innen mit einem erhabenen Drüsenring. Kelchblätter kahl. Staubbeutel und Narben werden gleichzeitig reif, doch wird die Selbstbestäubung durch deren Stellung zu einander erschwert. Früchte rot, sauer, an Kulturformen grösser, weniger sauer, nicht selten gelb oder weisslich. 4-5. (Synonyme: R. rubrum Abromeit, R. rubrum und Schlechtendalii Lange, R. rubrum und zum Teil R. caucasicum Koehne.)
In feuchten oder nassen Wäldern und Gesträuchen , besonders an Ufern, nicht selten. Ueberall in Gärten gezogen; früher als Heilmittel geschätzt. Ihre Kultur verbreitete sich im 15. und 16. Jahrhundert, sie begann wahrscheinlich in Südostdeutschland oder Oesterreich am Ende des 14. Jahrhunderts. Jetzt lässt sich kaum noch ermitteln, wo die Art einheimisch ist und wo verwildert. In Ostpreussen war die wilde Pflanze vor Einführung der Kultur bekannt.
Zu prüfen ist, ob die kultivierten Johannisbeeren alle von unserer wilden (Schlechtendalii) abstammen, oder ob vielleicht eine zweite Art (domosticum Janczewski) darunter ist.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).

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