Bewie 's Mikrowelt Sommerlinde aus Sturms Flora von Deutschland, Band 6: Säulenträger – Tafel 61
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Sommerlinde, Tilia grandifolia

Sommerlinde, Tilia grandifolia
Tafel 61:
a) Zweig, verkl.;
b) Blüte in nat. Gr.;
c) Staubgefässe in nat. Gr. und vergr.;
d) Fruchtknoten in nat. Gr. und vergr.;
e) derselbe durchschnitten;
f) Früchte in nat. Gr.;
g) Same in nat. Gr.;
h) durchschnittener Same, vergr.
In der Regel baumartig, bis 30 cm hoch, Zweige ziemlich aufrecht. Blätter meist 9 bis 11 cm breit, beiderseits grün, unterseits weichhaarig, zuweilen im Spätsommer fast kahl, in den Aderwinkeln bärtig. Blütenstände hängend, meist dreiblütig. Früchte holzig mit vorspringenden Kanten. 6. (Synonyme: T. grandifolia oxycarpa Reichenbach, T. platyphyllos, T. mollis, T. europaea zum Teil; Grossblättrige, Früh- und Wasser-Linde.)
In Wäldern; in Süd- und Mitteldeutschland in den Gebirgen nicht selten (Alpen bis 1000, Vogesen bis 1100 m), in den Ebenen zerstreut, in Norddeutschland selten, fehlt in Ostpreussen. Häufig angepflanzt. Auch in Wäldern stehende Bäume sind nicht selten angepflanzt oder stammen von gepflanzten ab, in den Vogesen schliessen sich die Standorte alter Sommerlinden oft auffällig nahe an alte Burgruinen an. Aber die Art war schon in frühester vorgeschichtlicher Zeit bis Skandinavien vorgedrungen, gehört also zum mindesten in Süd- und Westdeutschland zur einheimischen Flora.
Von bekannten Linden gehören zu dieser Art: die Körkwitzer Linde bei Rostock (Umfang 6,5 m.) und die Linde zu Heinzeldorf in Schlesien.
In Kultur finden sich auch schlitzblättrige Formen.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde.

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