Stachelbeere aus Sturms Flora von Deutschland, Band 7: Steinbreche – Tafel 47
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Stachelbeere, Ribes grossularia

Stachelbeere, Ribes grossularia
Tafel 47 (gewöhnliche Stachelbeere):
a) Blütenzweig in nat. Gr.;
b) Blüte in nat. Gr.;
c) ausgebreitete Blüte;
d) Griffel in nat. Gr. und vergr.;
e) Frucht in nat. Gr.;
f) dieselbe durchschnitten ;
g, h) Samen in nat. Gr. und vergr.;
60 bis 150 cm hoch. Blätter rundlich, drei- bis fünfspaltig mit eingeschnittenen Lappen. Blütenstiele ein- oder wenigblütig. Blumen grünlich oder rot angelaufen. Blüten teils zwitterig, teils weiblich, Staubgefässe kürzer als der Kelch. Die Staubbeutel werden vor den Narben reif. Meist Kreuzbefruchtung durch Insekten. Die weibl. Blüten haben verkümmerte Staubgefässe. Früchte kahl, behaart oder borstig, grün, gelb oder rot. 3-5. (Synonyme: Ribes uva crispa; Kräuselbeere, Klosterbeere, Kreuzbeere.)
In Wäldern und Gesträuchen, an Ufern, Wegen und auf Oedland nicht selten, in den Alpen bis 850 m. Häufig kultiviert, zuweilen auch hochstämmig gezogen.
Die drei Hauptkulturrassen sind:
1) Grosselbeere (uva crispa, Tafel 48) mit kahlen, grünlichen oder gelben Früchten
2) gewöhnliche Stachelbeere (sativum Tafel 47) mit behaarten grünen oder gelben Früchten
3) rote Stachelbeere (reclinatum) mit kahlen roten Früchten.
Die Stachelbeerkultur begann in Westdeutschland im 16. Jahrhundert und breitete sich schnell aus. Die gegenwärtig wildwachsenden Pflanzen sind meistens (in vielen Gegenden wahrscheinlich alle) verwildert.
Die Stachelbeersträucher werden zuweilen von Blattwespenraupen kahl gefressen. Weniger schadet die Raupe des Stachelbeerspanners, eines weissen, schwarz und gelb gezeichneten Schmetterlings, dieselbe kommt auch auf Johannisbeeren vor.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).

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