Bewie 's Mikrowelt Sturms Flora von Deutschland, Band 2: Riedgräser (Cyperaceae) – Tafel 46
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Grosse Segge, Carex pendula
Schlanke Segge, Carex strigosa

Grosse Segge, Carex pendula
Taf. 46, Fig. 1:
a) Blütenstand, verkl.;
b) Deckblatt mit männlicher Blüte, vergr.;
c) Deckblatt mit Blütenschlauch in nat. Gr. und vergr.;
d) Deckblatt, vergr.;
e) Fruchtschlauch nebst Durchschnitt, vergr.;
f) Frucht nebst Durchschnitt, vergr.
Wuchs rasig, ohne Ausläufer. Stengel 80 bis160 cm hoch. Blätter 10 bis 15 mm breit. In der Regel eine männliche Endähre und vier weibliche Zweige; zuweilen ist die Endähre an der Spitze weiblich, oder die beiden obersten weiblichen Scheinähren sind an der Spitze männlich, nicht selten kommen fünf oder sechs weibliche Zweige vor. Weibliche Scheinähren 6 bis 13 cm lang, am Grunde meist lockerblütig, ihre Stiele zur Blütezeit von den Tragblattscheiden umschlossen, später heraustretend. Schlauchdeckblätter rotbraun mit grünem Mittelstreif, zugespitzt. Fruchtschläuche dünn, grün, dreikantig und mit einigen Nerven, mit kurzem, glattem, sehr fein und unregelmässig ausgerandetem Schnabel. 5-6. (Synonyme: C. maxima.)
In feuchten Wäldern; in den Gebirgs- und Hügellandschaften Süd- und Mitteldeutschlands nicht selten, im nördlichen Flachlande selten und nicht ostwärts über die Oder hinaus. Stellenweise durch Anpflanzung eingebürgert (Heiligendamm).
Schlanke Segge, Carex strigosa
Taf. 46, Fig. 2:
a) Pflanze, verkl.;
b) Stengelstück in nat. Gr.;
c) oberer Teil des Blütenstandes in nat. Gr.;
d) Deckblatt mit männlicher Blüte, vergr.;
e) Deckblatt mit Blütenschlauch, vergr.;
f) Fruchtschlauch mit Deckblatt in nat. Gr. und vergr. nebst Durchschnitt;
g) Frucht nebst Durchschnitt, vergr.
Wurzelstock ausläufertreibend, jedoch stehen die Stengel in ansehnlichen Gruppen bei einander. Stengel 35 bis 80 cm hoch, bis oben beblättert. Blätter hellgrün, an den heurigen Trieben 8 bis 12 mm breit. Blütenstände mit drei bis sechs weiblichen Zweigen, welche dünn und lockerblütig sind, aber in der Regel nicht überhängen, weil die Stiele von den bis zu den untersten Blüten reichenden Tragblattscheiden gehalten werden. Schlauchdeckblätter weisslich mit grünem Mittelstreif, kürzer als die länglich-dreikantigen, nervigen, in einen kurzen, undeutlichen, gestutzten Schnabel auslaufenden grünen Fruchtschläuche. 5, selten 7.
Feuchte Laubwälder; zerstreut durch den Westen und Nordwesten bis zum Schwarzwald, der Wetterau in Oberhessen, dem westlichen Harz (Staufenburg bei Grund), Schwerin in Mecklenburg und Stettin (Buchheide bei Höckendorf). Zweifelhaft in Niederbayern bei Metten.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).

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