Bewie 's Mikrowelt Sturms Flora von Deutschland, Band 4: Nesseln – Tafel 38
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Echter Hopfen, Humulus lupulus

Echter Hopfen, Humulus lupulus
Taf. 38:
a) männl. Blütenstandszweig in nat. Gr.;
b) Blüte, vergr.;
c) Staubgefäss, vergr.;
d) weibl. Blütenzweig in nat. Gr.;
e) Blütengruppe, vergr.;
f) Fruchtzweig, verkl.;
g) Fruchtstandsblatt in nat. Gr.;
h) Frucht in nat. Gr. und vergr.
Blätter drei- bis siebenlappig, tief herzförmig und grob gesägt, oberseits kurzhaarig rauh, unterseits drüsig. Fruchtstandsblätter mit aromatischen Drüsen. 7-8. Ausnahmsweise findet man beide Geschlechter auf einer Pflanze.
In Wäldern und Gesträuchen nicht selten, in den Alpen bis über 800 m.
Kultivierter Hopfen bedeckt in Deutschland über 40.000 ha, davon fallen über 26.000 auf das rechtsrheinische Bayern (Mittelfranken über 12.000, Niederbayern fast 5.000, Oberbayern über 3.500, Oberfranken über 3.000), 5.500 auf Württemberg, 4.000 auf das Unterelsass und 3.000 auf Baden. Bekanntlich dienen die Fruchtstandsdrüsen als Bierwürze. Diesen Gebrauch des Hopfens lernten die Deutschen im Mittelalter von den damals im jetzigen Osten des Reichs wohnenden Slaven. Ob es vorher wilden Hopfen in Deutschland oder in einzelnen Teilen desselben gegeben hatte, oder ob aller jetzt wild wachsende Hopfen aus Kulturen stammt, ist eine offene Frage. Junge Hopfentriebe kann man als Gemüse essen.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).

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