Der Floh
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Bild aus: Ledermüller, Mikroskopische Gemüths- und Augen-Ergötzungen, Tafel 20

Der Floh war im Barock ein beliebtes Objekt, das in den vornehmen Salons immer wieder durchs Mikroskop bewundert wurde. Zeitweilig nannte man kleine Hand- und Salonmikroskope einfach nur „Flohgläser“. Das war kein Wunder, denn Flöhe waren überall verfügbar, unter und in den barocken Perücken fanden sie die schönsten ökologischen Nischen.
Ledermüller widerspricht bei der Erläuterung zu dieser Tafel einer gängigen These der damaligen Zeit:
„Ich bemerke nur mit wenigen, daß auch der Floh aus einem Ey komme. Er kriecht aus demselben wie eine Made, ohne Füsse. Diese Made wird zur Puppe, und aus der Puppe hupft endlich der Floh. Es ist daher billig unter die Mährlein der Rockenphilosophie und alten Weiber zu rechnen, was einige, auch so gar Gelehrte, behaupten wollen, als ob die Flöhe und andere dergleichen Inseckten, aus der Fäulung, besonders aus Urin, Sägspänen und Staub entstünden.“


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