Bewie 's Mikrowelt Ens veneris
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Bild aus: Ledermüller, Mikroskopische Gemüths- und Augen-Ergötzungen, Tafel 11

Ens veneris ist uns heute kein Begriff mehr. In der damaligen Zeit wurde es als Heilmittel gegen allerlei Verhaltensweisen, die damals als nervöse Leiden betrachtet und mit Hysterie oder Hypochondrie umschrieben wurden. Es bestand im wesentlichen aus Eisenchlorid. Es wurde hergestellt, indem Salmiak mit Eisen erhitzt wurde. Die dabei entstehenden Eisenchlorid-Kristalle wurden deswegen auch als „eisenhaltige Salmiakblumen“ bezeichnet.
Dazu ein Zitat aus Gehlers Physikalischem Wörterbuch (1842):
„Die meisten Metalle treiben aus dem Salmiak das flüchtige Alkali, mit Hülfe des Feuers, ätzend und flüßig aus, und verbinden sich mit der Salzsäure, wodurch Silber und Bley in Hornsilber und Hornbley verwandlet werden. Wenn man aber die Metalle in geringerm Verhältniße beymischt, und eine Sublimation durch starke Hitze veranstaltet, so steigt der Salmiak unzersetzt mit auf, und man erhält metallische Salmiakblumen (Ens Martis, Ens Veneris), oder Verbindungen des Salmiaks mit einem metallischen Kochsalze.“


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