Bewie 's Mikrowelt Kermes-Würmer
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Bild aus: Ledermüller, Mikroskopische Gemüths- und Augen-Ergötzungen, Tafel 36

Kermes-Würmer heißt dieses Kapitel. Ledermüller schreibt dazu: „Ich leiste hierdurch mein Versprechen und liefere hiemit noch eine vierte Art von Cochenillen … Sie gehört ebenfalls unter die Klasse der Gallinseckten … In denen Officinen werden sie grana Kermes vel Chermes übrigens aber von den Kräuterkundigen granum tinctorium, coccum infectorium, Coccus infectoria, coccum squarlatorium … genannt, und die Staude, worauf sie gefunden werden, Ilex coccigera, zu Deutsch aber Scharlachbaum, Kermesbaum oder Färberkörnerbaum genennet.“ Ledermüller selbst hat seine „Kermes-Würmer“ in Frankreich auf Steineichen gefunden.
Der Begriff Kermeswurm ist aus Karmesinwurm entstanden und weist darauf hin, dass diese Tierchen ebenso wie die anderen von Ledermüller beschriebenen Cochenillen einen Farbstoff abgeben. Als Kermesschildlaus wird eigentlich Porphyrophora polonica bezeichnet, die vor allem an der Wurzel von Skleranthus lebt und auf Tafel 32 gezeigt wurde. Allerdings sind die traditionellen deutschen Bezeichnungen nicht sehr zielgenau und werden bisweilen regional für unterschiedliche Tiere hergenommen. Bei den hier gezeichneten „Kermeswürmer“ handelt sich wohl eher um Kermes vermilio, die tatsächlich im Mittelmeerraum an Eichen lebt und daran Gallen erzeugt.


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