Stichworte: Mikroskopie, Protisten, Ziliaten, aus Bewie's Mikrowelt

Thuricola folliculata
Der Ziliat Thuricola folliculata sitzt auf Wasserplanzen oder Fadenalgen und baut sich dort ein durchsichtiges Gehäuse. Er enthält meist symbiotische kokkale Algen. Sein Gehäuse verfügt über eine elastische Verschlussklappe (hier angeschnitten und nur als Schrägstrich zu sehen, im nächsten Bild mit einem Pfeil markiert), das sich über dem Ziliaten schließt, wenn er sich zurückzieht. Oder über den Ziliaten, denn oft sitzen 2 Thuricola in einem Gehäuse.
Dieser Ziliat ist ein typisches Reinwasser-Tier und kommt an den Wasserpflanzen sehr sauberer Gewässer oder auch in Mooren vor.
Ein anderer Blickwinkel auf ein Thuricola-Gehäuse. Hier sitzen zwei Ziliaten zurückgezogen in einem Haus. Gut sieht man die streifig strukturierte Klappe, die das Gehäuse nach oben abschottet (Pfeil).

Literatur: Mikrokosmos, Jahrgang 75 (1986); Heft 6, Seite 243
Auch hier ist die Klappe mit einem Pfeil markiert. Sie wird von den beiden Gehäusebewohnern steil nach oben gedrückt, so dass sie in der Seitenansicht nur als Strich erkennbar ist. Literatur: Mikrokosmos, Jahrgang 75 (1986); Heft 6, Seite 243
Thuricola sind sehr dehnbar und können sich weit aus dem Gehäuse hervorstrecken. Hier sieht man zwei Tiere, die unterschiedlich weit herausragen.
Ein Schwärmer von Thuricola hat sich hier niedergeloassen und schon die Grundmauern seines Hauses errichtet. Auf halber Höhe erkennt man noch den Zilienkranz, der beim Schwärmer nicht um den Mund herumsteht, sondern weiter hinten als Antriebsorgan lokalisiert ist. Diese Zilien werden abgebaut, sobald das Tier sein Gehäuse fertiggestellt hat und sessil bleibt.

Kommentar schreiben

Kommentar