Zerschnittene Polypen
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Rösel war von der Regenerationsfähigkeit seiner Polypen fasziniert; dieses Thema durchzieht sein Buch wie ein roter Faden und bringt ihn zwischendurch dazu, seine Polypen zu verlassen und mehrere Arten von Würmern („Wasserschlänglein“) zu beschreiben, die er ebenfalls zerschnitten hat, um ihre Regenerationsfähigkeit zu untersuchen. Die Hydren zerschnitt er zunächst quer und beobachtete, wie sich aus den einzelnen Teilen komplette Tiere entwickelten. Danach teilte er sie auch in Längsrichtung, und zwar unvollständig. Auf diese Weise erzielte er Tiere mit mehreren Köpfen oder Füßen. Auf dieser Tafel sieht man links unten einen Polypen, den Rösel vom Kopf her in drei Stränge gespalten hat. Zwei Stränge wuchsen schnell wieder zu einem zusammen, wobei ein Arm deutlich tiefer zu sitzen kam als die anderen. Der dritte Strang blieb separat. Die beiden resultierenden Kopfteile regenerierten danach ihren Tentakelkranz vollständig (oben in der Tafel). Unten rechts ein Tier, bei dem Kopf- und Fußteil gespalten wurden.

Aus: Rösel von Rosehof, Historie der Polypen und anderer kleiner Wasserinsecten (1755)

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