Stichworte: Band11, Flora, Historie, Sturm, aus Bewie's Mikrowelt

Küsten-Wegerich aus Sturms Flora von Deutschland, Band 11: Röhrenblütler – Tafel 63
Küsten-Wegerich, Plantago maritima
Tafel 63:
a) Pflanze, verkl.;
b – d) Blätter in nat. Gr.;
e) Blütenstand in nat. Gr.;
f) Blüte, vergr.;
g, h) Deckblatt, vergr.;
i) Frucht in nat. Gr. und vergr. ;
k) Same in nat. Gr. und vergr.
Blätter graugrün, linealisch, ganzrandig oder mit kleinen Zähnen, meist mit aufwärtsgebogenen Rändern, seltener flach, 0,5 bis 15 mm breit, fleischig, kahl. Seitennerven vom Mittelnerven und vom Rande gleichweit entfernt. Stengel bogig oder aufrecht, kurzhaarig, 5 bis 60 cm hoch. Blütenstände lang und dünn. Deckblätter eilanzettlich, über dem Grunde oft fast spornähnlich ausgesackt, spitz oder stumpf, meist hautrandig, meist kürzer als der Kelch, doch zuweilen auch länger. Kelchblätter mit breiten Hauträndern, die hinteren gekielt. Blumenkronen weisslich. Früchte mit zwei einsamigen Fächern. Dauerstaudig. 6-10.
Auf Grasland, an Ufern und Wegen, auch in Wäldern, vorwiegend auf Salzboden; häufig längs der Küsten bis zur Weichselmündung ostwärts, landeinwärts zerstreut bis Neuenburg in Oldenburg, durch das ganze schleswig-holsteinische Heidegebiet (z. B. Hohenwestedt) und über die ganzen vorpommerschen Inseln, bei den Salinen von Sülze in Meckl. und Kolberg i. Pom., häufig in den Salzgegenden des Saalegebietes und sehr zerstreut bis zum Havelland, Salzwedel, Hildesheim, Salzderhelden bei Einbeck, selten bei Guhrau (Ober-Friedrichswaldau) in Schlesien, in Oberhessen und Unterfranken (Kissingen) und bei Mittenwald in Oberbayern. Ausserdem zuweilen verschleppt, aber unbeständig.
Aus: J. Sturm’s Flora von Deutschland, Nachdruck nach 1900 mit Chromolithographien (Ernst H. L. Krause: Ernst H. L. Krause: Schriften des Deutschen Lehrer-Vereins für Naturkunde).

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